Grußworte

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Ludwigsburg - in dieser wunderbaren Barockstadt im Herzen der württembergischen Wein- und schwäbischen Dichterstraße, und gleichzeitig nur wenige Fahrminuten von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt, findet unsere gemeinsame Jahrestagung "ERNÄHRUNG 2014“ vom  26. bis zum 28. Juni statt. Kulturkenner lieben diese Region – nicht nur wegen der schönen Landschaften oder des Literaturarchivs in der Nachbar- und Schillerstadt Marbach, sondern auch wegen der kulinarischen Spezialitäten. Das wussten auch Hölderlin, Mörike und Gustav Schwab, die gerne in dieser Region verweilten. Wer tagtäglich mit Ernährung zu tun hat, weiß, wie wichtig kleine Gaumenfreuden und wie wohltuend kulturelle Angebote sind, um auch der Seele Nahrung zu geben. Diese schwäbische Vielfalt möge unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit und Diskussion fördern und bereichern.

Das Motto der Fachtagung lautet „Ernährungsmedizin ist Partnerschaft". Damit ist nicht nur die Partnerschaft verschiedener Berufsgruppen, ernährungsmedizinisch tätiger Ärzte, Haushalts- und Ernährungswissenschaftler, Diätassistenten, Pflegekräfte sowie Pharmazeuten gemeint. In diesem Zusammenhang freuen wir uns, dass die Dreiländertagung „ERNÄHRUNG 2014“ der DGEM, der AKE und der GESKES erneut gemeinsam mit dem BerufsVerband Oecotrophologie (VDOE) und erstmals auch mit dem Berufsverband Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM) durchgeführt wird.

Besonderes Anliegen der Jahrestagung 2014 ist es, die Ernährungsmedizin und deren vorwiegend supplementäre Behandlungskonzepte mit anderen Fachdisziplinen wie Onkologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Pneumologie, Pädiatrie, Geriatrie, Chirurgie und Intensivmedizin zu vernetzen – um nur einige Gebiete zu benennen. Ziel ist es, durch eine solche Vernetzung, die partnerschaftliche Behandlung des Patienten zu intensivieren, aufeinander abzustimmen, gegenseitiges Verständnis auszubauen und das synergistische Potenzial einer organspezifischen Behandlung – kombiniert mit gezielter Ernährungstherapie – auf der Basis wissenschaftlicher Evidenz besser zu nutzen und die objektiven wie subjektiven Behandlungsergebnisse zu verbessern.

Wir würden uns deshalb besonders freuen, wenn neben zahlreichen Ernährungsexperten auch interessierte Partner aus den verschiedenen Bereichen der Medizin, aus der Pharmazie, der Psycho- und Bewegungstherapie teilnehmen. Das attraktive Programm mit Referenten aus verschiedenen Fachgebieten soll Ihnen wertvolle Informationen zu aktuellen Forschungsergebnissen und neue Impulse sowie Perspektiven für Ihre tägliche Arbeit geben. Nur gemeinsam mit allen Akteuren können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern: nachhaltig, effizient und effektiv zum Wohle der Patienten und Ratsuchenden! Neben den fachlichen Updates hören Sie Best practice-Beispiele von Teams. Sie diskutieren über Lösungsansätze und Rahmenbedingungen, die dazu verhelfen sollen, dass auf der einen Seite akzeptable Honorare bezahlt werden und auf der anderen Seite das Gesundheitssystem bezahlbar bleibt.

Welche innovativen Maßnahmen und Management-Konzepte können die Schnittstellen zwischen Klinik und ambulanter Versorgung sowie präventiver und kurativer Betreuung maßgeblich stärken? - Diese und weitere spannende Fragen möchten wir mit Ihnen zusammen diskutieren und möglichst auch beantworten.

Seien Sie herzlich willkommen zur „ERNÄHRUNG 2014“ in Ludwigsburg!

Prof. Dr. Stephan C. Bischoff, Almut Feller und Prof. Dr. Johannes G. Wechsler

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Grußwort des Schirmherrn Alexander Bonde

Herzlich Willkommen in Baden-Württemberg!

Ich freue mich, dass Sie zu Ihrer gemeinsamen Jahrestagung nach Baden-Württemberg gekommen sind und Ludwigsburg mit seinem prächtigen Schloss und dem Blühenden Barock als Veranstaltungsort gewählt haben.

Ernährungswissenschaften und Ernährungsmedizin haben in unserem Bundesland Tradition. Bereits im Jahr 1967 startete der Diplom-Studiengang Ernährungswissenschaften an der Universität Hohenheim als einer der ersten Deutschlands. 1975 wurde in Freiburg die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für klinische Ernährung und Diätetik (DAKED) gegründet und das Konzept des ernährungsbeauftragten Arztes geschaffen. 1983 begann die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e.V. in Freiburg ihre Arbeit. Ihre Seminare waren wichtige Grundlagen für das Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer.

Heute ist die Ernährungsexpertise an vielen Universitäten und Hochschulen Baden-Württembergs in den verschiedensten Facetten vertreten. Stolz sind wir außerdem, mit dem Max-Rubner-Institut das international anerkannte Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe zu haben. Sein Forschungsschwerpunkt ist der gesundheitliche Verbraucherschutz im Ernährungsbereich, und mit der Nationalen Verzehrsstudie und dem Nationalen Ernährungsmonitoring liefert es zudem wichtige Grundlagendaten für viele von Ihnen.

Ernährung ist ein wichtiger Teil des Lebensstils und der Gesundheitsförderung. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg engagiert sich hier seit vielen Jahren mit den Landesinitiativen "Bewusste Kinderernährung" und "Blickpunkt Ernährung". Ernährungsinformation und Ernährungsbildung für alle Altersgruppen und in Zusammenarbeit mit vielen Akteuren, unter anderem im Bildungsbereich, sind unsere Schwerpunkte. Wir alle wissen, dass die in der Kindheit erworbenen Gewohnheiten, Vorlieben und Kompetenzen beim Essen und Trinken die Gesundheit ein Leben lang beeinflussen und ernährungs(mit)bedingten Krankheiten vorbeugen. Wir stellen deshalb neben dem Wissen vor allem das Essen mit allen Sinnen und in Gemeinschaft sowie den Genuss und die Freude am Essen in den Mittelpunkt. Denn Essen und Trinken sind weit mehr als Nährstoffaufnahme. 

Mit dem Thema „Ernährungsmedizin ist Partnerschaft“ spannen Sie auf Ihrer Tagung einen weiten Bogen quer über viele Fachrichtungen von der Prävention bis zur Therapie. Ich wünsche Ihnen neben vielen neuen Informationen einen fruchtbaren interdisziplinären Austausch und hoffe, dass Sie auch Zeit finden, die kulinarischen Schätze unseres Landes ein wenig kennen und schätzen zu lernen: Denn Baden-Württemberg ist Genießerland.

Alexander Bonde
Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

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